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Die Transgender-Brust

Transfrauen (Transidente Menschen) unterziehen sich einer Hormontherapie um u.a. weiblichere Formen und einen Busen zu bekommen (Mann-zu-Frau „MzF“). Sie müssen diese Hormone ein Leben lang einnehmen und durchleben eine zweite Pubertät. Eine zweite Pubertät erleben auch Transmänner „FzM“ (Frau-zu-Mann), die männliche Hormone einnehmen. Sie unterziehen sich aber natürlich der Mastektomie.

Meist können Transidente Menschen (MzF) nach der Geschlechtsangleichenden Operation und lebenslanger Hormoneinnahme mit einer Körbchengröße von A bis B rechnen, selten sogar C. Allerdings kann das Wachstum einige Jahre dauern. Es ist auch völlig normal, wenn sich die beiden Brüste in unterschiedlicher Geschwindigkeit entwickeln. Einige müssen die leidvolle Erfahrung machen, dass sich am Oberbrustumfang nicht viel tut. Als grobe Orientierung kann dazu die Mutter dienen, hat diese große Brüste, so wird man vermutlich auch größere Brüste haben. Viele Faktoren spielen beim Wachstum eine Rolle: Konstellation des Menschen, Erbgut, Fettgewebe, Hormonpräparate, etc.

Crossdresser, Transvestiten, Transfrauen in Teilzeitlösung (ohne Hormone) und auch oben genannte Transfrauen versuchen mit Hilfsmitteln den weiblichen Rundungen ganz nahe zu kommen. Hier sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt.

Die einfachste Möglichkeit: Hat die eigene Brust genügend Fettpolster, kann ein einfacher Push-up-BH oder die in guten Ballkleidern eingebauten Formen bereits kleine Wunder vollbringen.

Für Bastelfreunde: Kniestrümpfe aus Nylon mit Vogelfutter, Reiskörner oder Haferschrot füllen und zuknoten. Vom Gewicht und von der Bewegung kommt dies echten Brüsten sehr nahe und ist eine preisgünstige Alternative zu den Silikonbrüsten. Man kann sich die Größe selber „bauen“. Am Besten in einem Bügel-BH oder mit einer kleineren Füllung in einem Push-up-BH.

Zu empfehlen sind auch „UnBra“. Selbstklebende Silikon Büstenkörbchen (bra cups) mit oder ohne Frontverschluss für ein schönes und angehobenes Dekollete. Sie vergrößern im Prinzip die eigene Brust um eine Körbchengröße und können zudem ohne BH getragen werden. In den Größen A, B und C in Kaufhäusern oder bei eBay erhältlich. Auch das ist eine kostengünstige Möglichkeit.

Silikon-Brustprothesen sind nicht billig, kommen aber der weiblichen Brust am nächsten, auch hinsichtlich des Tragekomforts. Diese Brustprothesen gibt es in den verschiedensten Formen und Größen, sowie in weich, mittel und hart. Es gibt sie in Dreieck- und Triangelform und mit verschieden großen Brustwarzen. Sogar die Farbe der Brustwarzen ist wählbar. Man kann sie mit oder ohne hautfreundlichen Kleber tragen, sie sind robust und man kann mit ihnen auch schwimmen gehen. Auch nachts im Bett können sie getragen werden. Es gibt auch schon fertig in BH eingearbeitete Modelle.

Man sollte aber nicht folgenden Fehler machen: Je größer der Busen desto weiblicher. Wir empfehlen die persönliche Beratung durch Fachpersonal. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich durch Angabe der Körpermaße die richtige Größe aussuchen zu lassen, denn die Körbchengröße sollte zum ganzen Typ, der Körpergröße und zum Umfang passen.

Hierzu gibt es viele Anbieter u.a. im Internet, aber auch Sanitätshäuser, die auch Frauen nach einer Brustamputation beraten. Man sollte nicht an der falschen Stelle sparen und es ist sinnvoll, Freundinnen zu fragen, welche Erfahrungen sie gemacht haben, da es viele unterschiedliche Qualitäten auf dem Markt gibt. Zu diesem Thema ist auch Hilfe in unserem Forum zu finden.

Zu guter Letzt gibt es natürlich noch die Brustvergrößerung durch einen operativen Eingriff. Bei Transfrauen mit Gutachten aus der Transition, wird dieser Eingriff in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

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