Aktuelle Artikel im Gendertreff Magazin

Xenia 2006

Am Anfang des neuen Jahres gab es ein kleines Treffen bei uns zu Hause und die Nachbarn grüßen auch ganz normal und es gibt den üblichen Smalltalk auf der Treppe. Es haben sich wohl alle an Xenia gewöhnt.
1 Jahr bin ich nun bei dem Transforum angemeldet, davon seit April 2005 als Moderatorin tätig. Ein Forum, das mir viel auf meinem Weg geholfen hat (Outdoor, Outing usw.). Zudem versuche ich vieles von meinen Erfahrungen an Newcomer weiter zu geben. Nicht zu vergessen die vielen lieben Freunde und Freundinnen sowie Bekannte, die ich dort kennen gelernt habe.

Leider hatte ich kurz danach das Gefühl, dass mir kein Vertrauen mehr in meine Tätigkeit als Moderatorin entgegen gebracht wurde. So verließ ich das Forum. Ich bin über das Geschehene sehr traurig, da ich, seitdem ich das Forum kenne, mit Herz und Seele und viel Engagement dort mitgewirkt habe

Am 29.01. war ich zum Kindergeburtstag eingeladen. Petra feierte ihren 1. Geburtstag. Aber, Scherz beiseite. Sie feierte natürlich ihr einjähriges Outdoor-sein. Mit ausreichend Alkoholika und viel guter Musik wurde kräftig gefeiert.  
(Jan 2006)


Für einen runden Geburtstag unter Stinos ( Stinknormale), hatten Anja, Carolin und ich einen Sketch einstudiert. Danach ging die Party en-femme weiter und niemand fand daran etwas Anstößiges. War ein schöner Abend und ein tolles Erlebnis.
Danke an meine Schwester.


19. Februar der Treff Rheinland neigt sich dem Ende. Viele wollen noch zum Cafe Scandal gehen und einige fragen: "Xenia kommst noch mit?" Ich verneine mit dem Einwand noch etwas anderes vor zu haben. Noch `ne Zigarette und noch eine herzliche Verabschiedung……ich schau auf die Uhr. Uups, viertel nach 6. Jetzt aber mal los. Ich setz mich ins Auto und fahr die Kölner Str. in Richtung Hauptbahnhof. Ich habe doch meine Liebste ab zu holen.
Sag bloß nun macht mir noch ein Parkplatzproblem einen Strich durch mein Vorhaben. Glückesgeschick da fährt einer weg und schwups hinein. Aussteigen an einem Ehepaar vorbei zur Straße – der Stufenrock aus Pannesamt und meine Haare wehen im Wind aber ich hätte vielleicht doch Stiefel dazu anziehen sollen. In den Pumps wird es wohl kalte Füße geben aber egal, denke ich noch so bei mir, da bleiben aber auch schon die Fahrzeuge stehen und ich kann vor ihnen die Straße überqueren.
Der Bahnhof kommt immer näher und ich schau auf die Uhr, 18:35. Bin auf Höhe der Taxistände. Eine scheinbar etwas gestresste Frau mit Koffer und drei Kindern im Schlepp, mustert mich neugierig. Zwei Taxifahrer blicken zu mir rüber und verfolgen mich mit ihren Blicken. Die Eingangstür ist in greifbarer Nähe. Jetzt locker bleiben und nicht an Selbstvertrauen verlieren. Ich stoß die Tür auf und denk noch so bei mir, vielleicht doch besser zurück. Ein Fuß vor den anderen setzend, schreite ich erhobenen Hauptes zu Gleis 15, immer bemüht die Passanten an zu schauen. Unbeschreiblich! Eine Mischung von toll, super und in die Hosenmachgefühl. Alles was man so vorfindet in einem Bahnhof ist da, nur nicht ganz so geballt wie in der Woche. Ich kenne den Bahnhof fast auswendig aber wie lang das von Bahnsteig 18 bis 15 an diesem heutigen Abend dauert, war mir nicht klar.
Seit ein paar Sekunden steh ich nun am Anfahrtsplan und sehe nach … oder lenke ich mich nur ab und verschnaufe ein wenig. Ich glaube letzteres trifft mehr zu. Nach einer Weile geh ich die Treppen hoch, stöckel an einigen wenigen Wartenden vorbei um zur Raucherzone zu gelangen. Erst einmal setzen und eine rauchen. Ein Zug fährt ein und wieder los. Leute schauen oder auch nicht. Kein Problem! Ich genieße es immer mehr. Der Sprecher kündigt den IC an, der auch gleich einfährt.
Ein paar aussteigende Fußballfans bemerken mich gar nicht und da hab ich auch schon meine Holde wieder im Arm………


Ende Februar gab es noch Patty`s Treff in Leverkusen mit vielen netten Leuten (Trannys und Stinos). Danach den Sonntag zu Fuß zum Kegeln. Eine Hundebesitzerin meinte, lass mal die Frau im Tanzkleid vorbei. Ich lächelte und die wenigen Passanten denen ich auf dem Weg begegnete nahmen keine Notiz von mir obwohl meine Pumps alles andere als leise waren. In dem Lokal erst tuscheln, doch dann Bewunderung über die Perfektheit des Outfits und des Schminken.
Am Montag dann Party im selben Lokal im Petticoat. Ich wurde sehr kritisch beobachtet. Eine Frau sprach mich schließlich an, dass ich toll gestylt wäre und alles sehr perfekt wäre. Spätestens aber auf der Damentoilette war es dann nicht mehr zu verbergen, dass ich auch nach Aschermittwoch diesem Drang mich als Frau zu zeigen, nachkomme. Eine meinte lächelnd, na klar wie sich das gehört, nun natürlich auch auf das Damenklo. Eine andere fragte, na macht Spaß? Zu vorgerückter Stunde sprach mich ein Ehepaar an, dass das doch alles nicht nur für Karneval gekauft worden ist, so perfekt wie es aussieht. Damenuhr, Pumps und so weiter und wie sich dann noch ein zweiter Mann dazu gesellte und sich sehr Interessiert zeigte, war es dann ganz raus und ich bekannte mich zum Tranny-sein. Sie fanden es toll besonders meinen Mut und wollten mehr darüber wissen. Ich habe ihnen meine Webadresse gegeben und sie wollen mir schreiben.
Resümee: Zu Karneval ruhig auch rausgehen. Nette Gespräche führen, selbstsicherer werden sich frei bewegen und das in der Gesellschaft. Es war wieder eine super Erfahrung.  
(Feb 2006)


Ich dachte heute so bei mir, den Tag kannst du doch mal nutzen um die Hütte zu putzen und die liegen gebliebene Wäsche zu waschen. Da hatte sich doch einiges Angesammelt vom Wochenende. Klar wenn eine Person mehr im Haushalt die Wäsche verschmutzt.
Also ein wenig Zurecht gemacht, halt wie eine junge moderne Hausfrau und los gings. Da unsere Waschmaschine in einem gemeinsamen Waschraum steht und die nasse Wäsche in einem gemeinsamen Trockenraum aufgehangen wird, mußte/durfte/konnte ich sechs Mal, zwischen putzen und spülen, die drei Stockwerke runter und wieder nach oben in die Wohnung.
Hab dann auch gleich die Post mitgenommen…

Heute habe ich es voran getrieben und bin durch den kompletten Düsseldorfer Bahnhof, in weißen Stiefeln, braunen wadenlangen Rock, einem Langarmshirt und einer weißen Jacke, getigert. Es war noch Berufsverkehr und so bin ich u.a. an vielen Jugendlichen vorbei und habe noch an einem Stand Ohrstecker gekauft. Außer zwei Damen die meinen Gang bemängelten hat sich niemand für mich interessiert. So ist okay!

Samstag ging`s nach Essen in die City zum Shoppen. Warm, Trocken, wenig Wind und eine volle Innenstadt  waren eine gute Voraussetzung. Es war ein ganz normaler Einkauf bis dann später noch Gaby (Diplomarbeit) und Elke dazu stießen.
Es wurden noch Fotos und ein Video gemacht.
Keine Gaffer und keine dummen Sprüche – nichts  
(Mär 2006)


Am Samstag 1.4. ging es zum Trannyball nach Essen im Brautkleid. Der Dresscode schrieb vor: Nur Ball- oder Brautkleider. Entsprechend schick hatten sich die Mädels gemacht.
Bei der Wahl zur Ballkönigin kam ich überraschenderweise zusammen mit Chris auf den dritten Platz. Aber schön war auf der Autobahn die Fahrt dort hin. Braut auf der Autobahn? Braut am Steuer? Braut? Ein mit vier Insassen gefüllter BMW fuhr auf der 2-spurigen A52 neben uns her und hatte Spaß, winkte und verursachte einen kleinen Stau hinter sich bis er dann schließlich an uns vorbei zog.

Den Freitag davor war im Cafe Scandal ein Pre-Trannyball, bei dem viele in Fetischkleidung kamen. Karmen und Hannelore (Ostfriesland) waren über das WE zu Besuch und nachdem ich im Treppenhaus fast allen Nachbarn in die Arme gelaufen war, trugen wir die Taschen hoch in den 3. Stock. Wir fuhren dann nach Düsseldorf und bevor wir zum Cafe Scandal gingen, gab es noch Pizza in einem Lokal.

Über Ostern waren wir im Schwarzwald eingeladen. Shopping in Calw, Besuch beim Stammtisch Süddeutschland, Spazieren gehen und über einen Ostermarkt schlendern waren neben dem Klönen die Höhepunkte an diesem Wochenende.  Danke an Mary-Loo und Rosi.

Den Samstag danach machten wir noch einen Ausflug zum Duisburger Landschaftspark mit Fotoshooting im Petticoat.

Und seit dem 25.04.2006 gibt es ein neues Forum "www.Gendertreff.de" – Das Forum für Transgender, Angehörige und Interessierte.
(Apr 2006)


Anfang Mai zogen Angie, Patricia, Hydra, Damara und ich mit Petticoats durch die Leverkusener Innenstadt. Um 20:00 Uhr ging es dann zum Brauhaus, zu unserem Stammtisch Leverkusen-Opladen. Dort stießen noch ein paar Freundinnen zu uns.

Den Sonntag danach ging es wieder einmal nach Recklinghausen. Dort war Stadtfest mit verkaufsoffenen Sonntag und Anja, Carolin und ich machten einen Werbelauf für eine Boutique. Hydra machte wieder tolle Schnappschüße. Die Stimmung war gut und die Leute alle gut drauf. Viele Komplimente und nette Gespräche gab es am Rande des Catwalks.

Am 13. war der große Gendercontest im Rosamond, Düsseldorf. Leider kam nicht die geplante Anzahl an Gästen. Es war dennoch eine wilde Mischung aller Geschlechter und es gab Disco, Cocktails an der Bar, viele nette Gespräche und den Contest. Sechs Teilnehmer hatten sich gemeldet, um sich auf der Bühne dem gröhlenden Publikum zu präsentieren. Immerhin machte Kate und ich den dritten Platz.
(Mai 2006)


Schlampenfest meets Genderparty in Leipzig:
Endlich war es soweit – Pfingstsamstag. Früh aufgestanden, zurecht gemacht, die Koffer in`s Auto und los auf die BAB. Gegen halb 4 im Hotel eingecheckt, ein bißchen frisch gemacht, nachgeschminkt und los in`s Getümmel. Abends gab es ein kleines Vorabendtreffen. Okay gegen 2 Uhr zu Bett. Sonntagmorgen geschminkt und straßentaugliches angezogen. Nach dem Frühstück im Früstücksraum schlendern durch den tollen Bahnhof und die Innenstadt. Leider gab es immer wieder Regen und es war schw…kalt, brrr. Nach ein wenig Ausruhen im Hotel, wurde das Partyoutfit übergestülpt. Erst einmal in ein indisches Restaurant, lecker Essen und dann pünktlich zur Party. Es waren ca. 220 Gäste anwesend, nicht nur Trannys. Es gab Bühnenshows, viel Gespräche und nette Bekanntschaften. Nach Babsy`s Catwalk ging`s erschöpft zum Hotel. Vier Stunden Schlaf mussten diesmal reichen und dennoch glücklich und zufrieden über das schöne WE, ging es dann gemütlich nach Hause.

Leider fiel der Treff Ruhrgebiet wegen einem Unfall der Gaststättenbetreiber aus.  Von hier aus alles Gute.
Da ich mich aber darauf gefreut hatte und ich meinen neuen Rock anziehen wollte, habe ich mich dennoch Zurecht gemacht. Der Rock oben Jeans mit angenähtem weißen Stufenrock, weiße Karmenbluse und weiße Pumps. Hab mich auf den Balkon gesetzt und erst einmal das Auftaktspiel der WM06 angeschaut. Und dann, ja und das war der Hammer, bin ich mit meiner Frau durch den Ort spazieren gegangen – ein unbeschreibbares tolles Gefühl.
(Jun 2006)


Am Samstag war es mal nicht ganz so warm und es gab eine Einladung zum Grillen bei Schwager und Schwiegermutter – ohne Dresscode.
Also geblümte dünne Sommerkombi angezogen mit Pumps und leicht geschminkt und mit dem Bus und 20min laufen ab zur Party. Der Glanz im Gesicht musste halt öfter Mal abgepudert werden, ansonsten ein gelungener und schöner Tag/Abend/Nacht.

…und dann war da noch am WE meine Mutter die zu mir sagte: "Du bist doch ihre Schwester …" Wir lagen uns in den Armen und mussten herzhaft lachen.

Survivaltrip nach und in Wettenberg bei Gießen (Deutschlands schönste Oldiefete)
Das war Spitze
Ein tolles Fest, die ganze Region stand Kopf. Nostalgie-Markt, Oldtimer, Outfits der 50er und 60er, ganz viel Rock`n Roll, Ausstellungen und Petticoatwettbewerb und und und ………………………mittendrin Kerstin, Rosi, Mary-Loo, Hydra und meine Wenigkeit.
Leider war es sehr heiß (aua Sonnenbrand) und wo fahren denn die Pendelbusse zu den Parkplätzen. Wir haben uns Blasen an den Füßen geholt, weil anscheinend nicht einmal die Ordner wussten, wo wir denn nun einsteigen könnten. Die Haltestelle haben wir dann doch noch gefunden und die Füße brennen heute noch aber das war es Wert.
Sich zeigen in schönem Outfit, fröhliche Menschen, Presse, auf der Bühne beim Petticoatwettbewerb, gute Musik, nette Leute aus Hamburg kennen gelernt und aber auch durch Gießen schlendern und schoppen und ein Kaffee trinken – wieder einmal ein tolles Wochenende!
(Jul 2006)


Kleine Treffen gab es. Der Stammtisch in Essen ging ohne Pause weiter. Nach der Sommerpause startete auch wieder der Treff in Leverkusen-Opladen und Xenia`s Treff Rheinland. Biergarten und Shopping im sommerlichen Outfit usw. nichts wirklich Aufregendes – oder etwa doch?.
Und Titelgirl in der September Ausgabe der Gendertime – Das Magazin für Transgender.
(Aug/Sep 2006)


An einem verlängerten Wochenende im Sep/Okt ging es an den Bodensee. Schön war`s! Nette Menschen beim 3. Bodensee-Treff getroffen und eine schöne Unterkunft vorgefunden. Wir konnten auf der Terrasse sitzen und haben Spaziergänge über die Promenaden am See gemacht.
Die Promenaden schreien geradezu nach Petticoats

Anja`s Stammtisch in Essen war diesmal gut besucht und etwas rustikal. Dadurch das wir uns alle im Gastraum aufhielten, war das Interesse an uns doch diesmal sehr hoch, besonders bei den Gästen am Tresen
Auch der Gendertreff in Düsseldorf war durch zwei Newcomer und einer Partnerin ein voller Erfolg und es war ein schöner Klön-Nachmittag.

Heute haben Hydra, Hannelore und ich den Samstag genutzt und sind nach Schloss Burg (Solingen) gefahren. Wir dachten das bei dem Wetter und zu dieser Jahreszeit nicht viel los ist und wollten ein paar Bilder schiessen.
Büdchen waren aufgestellt – es gab ein mittelalterlichen Markt. Entsprechend viel war los. Okay Fotos gemacht und durch die Massen geschlendert. Der Zuruf "Ihr seht gut aus" und der Pfiff aus einer anderen Ecke, tat uns auch gut.
Zu guter Letzt in ein Cafe gegangen und leckere Waffeln gegessen und Kaffee getrunken.
Wir dürfen wieder kommen. Vielleicht einmal ein Kaffeeklatsch mit bergischer Kaffeetafel im neuen Jahr.

Am Abend trafen wir uns zu einer gruseligen Halloween Party bei Patty und am Sonntag gab es wieder ein Kaffeeklatsch bei Carolin mit interessanten Gästen.
(Okt 2006)


Den letzten Samstag in diesem Monat haben eine 7er-Gruppe einen Ausflug nach Valkenburg / NL gemacht. Das Besondere ist, dort gibt es ein Höhlensystem. Vor Weihnachten gibt es dort einen Weihnachtsmarkt in diesen Höhlen. Es war ein schöner Ausflug.
(Nov 2006)


Xenia`s Gendertreff Rheinland diesmal im Waffelhaus auf Schloss Burg in Solingen. Ich danke allen, die der Einladung gefolgt sind und in dem gemütlichen Cafe zu dem schönen Vorweihnachtstreffen beigetragen haben.
Wenn die Treffen so gerne angenommen werden, macht es auch Spass so etwas zu organisieren.
Vielen Dank auch den drei Herren auf dem Burgplatz für die schönen Komplimente.


Den Samstag vorher fand dann auch unser kleines Treffen mit Anja und Heike-Tania statt. Wir zogen durch die Lokale und hatten viel Spass und viel neugierige Blicke


Den Jahresabschluss haben wir mit 11 Mädels in Essen gefeiert. Es ging hoch her. Mit einem üppigen Buffet, reichlich Getränke und viel Tanz rutschten wir in das neue Jahr. Es war ein schöner Jahresabschluss.
(Dez 2006)

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