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Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen

Transidentität am Arbeitsplatz ist eine der größten Hürden auf dem Weg zum Leben im Wunschgeschlecht, der Transition. Zwar kennt der Gendertreff zahllose Beispiele, in denen die Integration transidenter Menschen am Arbeitsplatz sehr gut funktioniert hat. Doch leider trifft dies nicht immer zu. Mitunter haben Transgender im beruflichen Umfeld mit erheblichen Problemen zu kämpfen – bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Vor diesem Hintergrund hat der Gendertreff, die Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte, die Initiative „Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen“ ins Leben gerufen. Mit freundlicher Unterstützung der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf sowie des DGB Niederrhein und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) hat der Gendertreff einen Flyer für die Betriebe, Kollegen und Managementbereiche entwickelt, der für das Thema Transidentität im beruflichen Umfeld sensibilisieren soll.

Transidentität am Arbeitsplatz betrifft alle Bereiche des Unternehmens. Ob Produktion, Lager oder Verwaltung: Überall findet man transidente Menschen. Der Gendertreff kennt aus seiner Selbsthilfearbeit Transgender aus allen sozialen Schichten und in diversen Funktionen eines fast jeden Unternehmens. Denn auch wenn Transgender eine Minderheit bilden, so kommt Transidentität weitaus häufiger vor, als vielfach angenommen wird.

Dabei ist Transidentität nicht allein etwas, das nur die Arbeitnehmerseite betrifft. Denn selbstverständlich gibt es auch transidente Selbständige und Führungskräfte. Egal, ob es nun ein_e transidente_r Arbeitnehmer_in oder Arbeitgeber_in ist: Die Integration transidenter Menschen am Arbeitsplatz ist Managementaufgabe und somit Sache der Personalleitung bzw. der Unternehmensleitung.

Der Flyer steht auf der Webseite des Gendertreff zum Download bereit und kann auch über das Kontaktformular angefordert werden. Zudem wird er in den Ämtern der Städte Düsseldorf und Leverkusen ausgelegt. Weiter wird er an Unternehmen versandt und liegt auf Veranstaltungen wie z.B. CSD am Gendertreff-Stand aus.

Der folgende Text gibt den Flyer im Wortlauf wieder:

>> Download: Flyer: Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen

Liebe Arbeitgeber/innen, Kolleginnen und Kollegen,

Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter und sexuelle Identität werden in §1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes genannt. Spricht man über Chancengleichheit am Arbeitsplatz, denkt man an diese Punkte. Wie aber ist es mit transidenten Menschen, die leider immer noch vielfach mit erheblichen Problemen am Arbeitsplatz rechnen müssen, bis zum Verlust ihrer Arbeit?

Die vorhandene Qualifikation und jahrelange Erfahrung gehen durch das Outing und das Leben im Wunschgeschlecht nicht verloren. Nein, im Gegenteil, diese Personen sind danach zufriedener, ausgeglichener, belastbarer und stellen somit einen Mehrwert für ihre_n Arbeitgeber_in dar.

Transidente Menschen wollen als ganz normale Mitglieder der Gesellschaft behandelt werden und benötigen keine Sonderbehandlung.

Sie, liebe Arbeitgeber_innen, rufen wir somit auf, diesen Menschen ganz selbstverständlich eine faire Chance auf Arbeit und Ausbildung zu geben und sie mit Akzeptanz und Respekt in Ihre Arbeits- und Unternehmensstruktur zu integrieren.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie möchten wir sensibilisieren und ermuntern, transidente Menschen ganz selbstverständlich in Ihrem Kollegenkreis zu akzeptieren oder aufzunehmen.

Der Gendertreff – Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte sowie viele andere Transgender-Organisationen stehen gerne für weitere Fragen zur Verfügung und kommunizieren unter anderem dieses Thema in der Öffentlichkeit.

>> Download: Flyer: Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen

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