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Transidentität und Sport

Autorin: Nathalie aus dem Gendertreff-Forum

Manchmal sind die einfachen Fragen gar nicht so leicht zu beantworten. So sind viele in Sportvereinen aktiv und nicht selten auch im offiziellen Spielbetrieb angemeldet.

Gerade als transsexueller Mensch ist die Unsicherheit groß. Welche Statuten muss ich beachten, wenn die Transidentität in meinen Sport einwirkt?

Gerade wenn Transsexuelle auf dem Weg vom Mann zur Frau die neue Geschlechterrolle ausleben werden die Konkurrentinnen hellhörig, da sie einen Vorteil durch die erhöhten männlichen Hormone befürchten. So berichtet Nicole Schnaß im Spiegel von Ihren Erfahrungen und stellt klar, dass für transsexuelle Sportler klare Regeln gelten. So musste Sie nach der Operation eine vom Internationalen Olympischen Komitee vorgegebene Zweijahressperre einhalten, bevor wieder offizielle Wettkämpfe möglich waren.

Gerade der Fall Caster Semenya hat im Jahr 2008 bei den Olympischen Sommerspielen in Peking erhebliches Medieninteresse hervorgerufen und ist erst nach Wochen eindeutig entschieden worden.
Auch wenn man es kaum glauben kann, verlangte der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) ab 1958 von allen Teilnehmerinnen an internationalen Meisterschaften ärztliche Atteste zum Beleg ihrer Weiblichkeit. Diese werden sogar durch Geschlechtsprüfer durchgeführt. Dabei müssen sich Sportlerinnen unbekleidet von drei Ärztinnen – zwei davon Gynäkologinnen – begutachten lassen.

Unfassbar, aber so glauben die Offiziellen, Betrugsversuchen vorzubeugen.

Um sich dieser Prozedur zu entziehen, treten viele Sportler Ihre Wettkämpfe gar nicht mehr an und ziehen sich aus dem offiziellen Spielbetrieb zurück, alleine schon weil diese nicht mehr daran interessiert sind, öffentlich verspottet und unterdrückt zu werden. Ein sehr prominentes Beispiel ist der Stabhochspringer Balian Buschbaum, der seine Karriere beendete und als Trainer seinem Sport erhalten blieb.

Die Frage ist, wird es irgendwann anders oder wird die Gesellschaft so weiter mit Ihren Sportlern umgehen? Ich denke, wenn sich nicht grundsätzlich diese Praxis verändert, haben Sportler auch in der Zukunft wenig Motivation, Ihrem Wettkampfsport weiter treu zu bleiben. Eigentlich schade für den Sport.

Nathalie

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