Aktuelle Artikel im Gendertreff Magazin

Von Xynthia verfolgt.

Sonntag, 28.2.2010.
Hydra machte sich am frühen Morgen auf zum Regionalexpress nach Münster, dort fand eine Messe statt mit wichtigen Vorträgen. Es war stark windig und es regnete.

Die Gelegenheit zu einem Ausflug nach Münster griffen wir (Bernadette, Frau Rita, Rita und Xenia) gerne auf und verabredeten uns für 11:00 Uhr. Bernadette war so freundlich und spielte Taxi und fuhr uns alle zum Solinger HBf.

Von einem Unwetter war zu diesem Zeitpunkt (noch) keine Spur, ausser starkem Wind und leichtem Regen. Unser Zug kam pünktlich und griff uns auf. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir unser Ziel, Münster und es regnete leider.

Ein wenig Bummeln durch die Altstadt, Schaufenster anschauen und nach dem der Regen stärker wurde, suchten wir uns ein Café. Eine Tasse Kaffee wärmte uns auf, denn die Temperatur draussen war merklich gesunken und ein Stück Kuchen gab es dazu.

Hydra hatte zuvor ein paar Lokale ergoogelt, so dass wir nun auf die Suche gehen konnten und schließlich auch fündig wurden. Das Handy brummte und am Ende der kabellosen Leitung war Hydra zu hören, die bereits schon um 17:00 Uhr auf uns am HBf wartete. Wir machten uns auf den Weg sie zu treffen.

Der Regen hatte sich nun gemausert und auch der Wind war nicht mehr zu bändigen. Auf einer Kreuzung, ohne den Schutz der Häuser, ging nichts mehr und es waren zu wenig Hände am
Körper.

Die Schirme verbogen, die Röcke standen hoch und die Handtasche rutschte am Arm in die Pfützen. Das Sturmtief Xynthia hatte Münster erreicht aber wir ahnten noch nicht was uns noch bevorstand.

Nachdem wir Hydra begrüßt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Gasthaus Leve und ließen es uns dort erst einmal gut gehen. Das Essen war gut und reichlich und auch das helle Altbier
schmeckte.
Es war Zeit zu bezahlen und ein Taxi rufen zu lassen. 20:34 Uhr sollte unser Zug zurück nach Solingen fahren, aber es kam kein Taxi. Nach einem zweiten Anruf erschien es aber relativ schnell und die Nachricht des Taxifahrers ließ` uns erstarren. „Viele meiner Kollegen sind auf Überlandfahrten nach Mainz, Hamburg usw. Wo wollen denn sie heute noch hin?“ Wir erklärten ihm was wir noch vorhatten und er sagte nur kurz und knapp, „Nun der Zugverkehr in NRW ist eingestellt, wegen dem Unwetter.“
Patsch – na super.

Die Anzeigetafel bestätigte die Aussage des Taxifahrers und wir versuchten bei der Auskunft näheres zu erfahren. Ein Bahnbediensteter, der wohl das Kriesenmanagement inne hatte, meinte nur, dass wir mit einem Aufschlag den IC nach Frankfurt/Main nehmen könnten, wenn wir noch reinkommen, denn diese Idee werden wohl viele haben.

Auf Gleis 9 standen wir nun im eisigen Windkanal und warten auf den IC, der verständlicherweise mit Verspätung einfuhr. Wir passten noch in den Zug, sogar Sitzplätze waren noch zu kriegen und bei der Abfahrt des Zuges kam noch die Durchsage des Zugführers, dass nach Regiotarif berechnet wurde. Ein klasse Zug der „Deutschen Bahn“, denn es war ja nicht ihr Verschulden. Also konnten wir erst einmal mit unserem 35,- Euro Ticket gelassen in die Zukunft schauen.

So viel Glück kann man doch kaum haben dachten wir uns, als wir im Streckenplan sahen, dass dieser Zug über Solingen nach Frankfurt fahren sollte, doch kurz vor Dortmund kam die Ernüchterung aus dem Lausprecher. Ab Dortmund war auch diese Strecke nicht mehr befahrbar und der Zug musste nach Düsseldorf umgeleitet werden. Na gut das sollte auch in Ordnung gehen.

Zwischen Dortmund und Düsseldorf ging es etwas zügiger vorwärts. Die Fahrt durch die Städte und Bahnhöfe war gespenstisch, denn kein Mensch war auf den Bahnsteigen, kein Zug weit und breit. Auf den Straßen keine Menschen und vielleicht 2 oder 3 Autos und das mitten in den Innenstädten. Der Zug glitt durch die Dunkelheit und ich kam mir ein wenig vor wie in einem Spielberg- oder Stephen King Film.

22:14 Uhr wir erreichten Düsseldorf. Es war windig, es regnete und es war etwas wärmer als in Münster aber das schlimmste schien überstanden zu sein. Sogar eine S8 nach Wuppertal sollte um 22:30 Uhr einfahren und uns mitnehmen.

Wieder traf uns eine Durchsage mitten ins Mark, wir waren noch lange nicht zu Hause. Die S-Bahn sollte ab Gerresheim ohne Halt nach Wuppertal durchfahren, von diesen Kapriolen hatte aber Hydra und ich die Nase voll und wir nahmen uns vor dem Gerresheimer Bahnhof ein Taxi, so dass wir schliesslich nach 23:00 Uhr zu Hause aufschlugen.

Die restlichen Drei aus der Runde fuhren bis Wuppertal-Vohwinkel wo allerdings kein weiterer Zug mehr kam. Sie erwischten einen Bus nach Haan, einen nach Gruiten und konnten so mit Rita`s Fahrzeug das Auto von Bernadette holen. Für sie war dann nach 1:00 Uhr auch diese Odysee zu Ende.

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